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Review: Dexter Staffel 4

Von MiXeR, am 24.03.2013 14:38



Mit Staffel 4 katapultiert sich Dexter endgültig in meinen Serienolymp. Da schnellt der Blutdruck in den Grenzbereich und droht das Spannungsbarometer zum explodieren zu bringen. Staffel 4 startet grandios, steigert sich im Verlauf immer weiter und verabschiedet sich mit einem Knall. Die letzten 3, 4 Folgen habe ich einfach nur lachend vor dem Fernseher gesessen. Nicht, weil die Handlung besonders lustig wäre - ganz im Gegenteil - sondern vielmehr, weil sie immer wieder überraschende Haken schlägt und mich teilweise echt unvorbereitet getroffen hat. Ich sage nur: "Hallo, Dexter Morgan." Bei der Szene habe ich mich vor Anspannung fast auf Links gedreht. Eindeutig einer der besten Serienantagonisten überhaupt.

Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht sagen. Dexter ist schlicht und ergreifend eine grandiose Serie, die unheimlich gut beginnt, in Staffel 3 ein wenig schwächelt, sich danach jedoch mit einem nervenzerfetzenden Knall zurückmeldet und damit in meiner Top-Liste der besten Serienstaffeln, gleich neben den zweiten Staffeln von Alias, 24 und Lost, positioniert.

Ich habe in den letzten Wochen nun alle (in Deutschland erhältliche) Staffeln verschlungen und bin immer noch nicht gesättigt. Obwohl ich prinzipiell leicht zu begeistern bin, schaffen das trotzdem nicht viele Serien. Selbst bei Lost und Alias hatte ich weniger Druck auf der Leitung. Absolut herausragende Drama-Thriller-Serie.

10/10 Thanksgiving-Essen

 

Zuletzt gesehen "Death Race 2"

Von MiXeR, am 14.03.2013 10:54









Death Race war 2008 meine persönliche Kinoüberraschung des Jahres. In dem hirnlosen Auto-Actioner lies Resident Evil-Regissur Paul W.S. Anderson u.a. Jason Statham in bewaffneten Musclecars um sein Leben fahren. Sozusagen eine Mario Kart Verfilmung für Erwachsene, mit reichlich handgemachter Männeraction, Blut, sexy Frauen und coolen Kerlen. 

Death Race 2 ist das Direct-to-DVD Prequel, was die Vorgeschichte, rund um den, im ersten Teil angedeuteten, Fahrer Frankenstein und die Entstehungsgeschichte des namensgebenden Death Races, abhandelt. Die oben erwähnte Rezeptur, aus harten Kerlen (diesmal u.a. Luke Goss, Danny Trejo und Sean Bean), hübschen Mädels (Sind in diesem Knast denn nur Playmates inhaftiert?) und Musclecar-Rennaction, bleibt dabei bestehen, nur eben alles (budgetbedingt) zwei Nummern kleiner. Die Story wirkt noch beliebiger als im Vorgänger, die Kloppereien zwischen den Muskelmännern hätte Uwe Boll besser inszenieren können und die Autoaction ist etwas weniger imposant. Dennoch ist es vor allem letztere, die auch das Prequel durchaus sehenswert macht.

Hat man nämlich die erste Filmhälfte, samt beschämend schlechter Langweil-Handlung, austauschbaren Lieblos-Charakteren und amateurhafter Gladiatorenkämpfe, überstanden, gehts auf die actiongeladene Rennstrecke, wo dann auch die restlichen 40 Filmminuten stattfinden. Zum Glück, denn hier blüht Death Race 2 auf und sorgt für reichlich Blechschäden. Nicht ganz so aufregend wie im Vorgänger, aber immer noch kurzweilig unterhaltsam.

Death Race 2 ist beileibe kein guter Film. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Allein die Tatsache, dass es in diesem herrlich bescheuerten Genre (Auto-Rennaction) aber nahezu keine Alternativen gibt, lässt mich eine kleine Empfehlung für Krawall-Freunde und Fans des ersten Teils aussprechen. Wobei ich Anderson's Erstling in fast allen Belangen ein ganzes Stück besser finde.

5/10 Runden

 

Zuletzt gesehen "The Cabin in the Woods"

Von MiXeR, am 22.02.2013 11:09



Ui, das nenne ich mal originell! Zur Story sage ich lieber nichts, um einem nicht das grandiose Filmerlebnis zu ruinieren. Daher am besten auch keine Trailer schauen oder umfangreiche Inhaltsangaben lesen, sondern einfach ansehen und genießen.

Was im ersten Moment wie ein stinknormaler Hinterwäldler-Teenie-Slasher aussieht, wandelt sich nämlich ziemlich schnell in ein hochinteressantes Genrekonglomerat, das man gar nicht so leicht einer bestimmen Filmausrichtung zuordnen kann. Gesagt sei aber, dass es ein hochgradig unterhaltsamer, kurzweiliger und zeitweise sogar verblüffender Film ist, der nicht nur absolut gekonnt alteingesessene Slasher-Klischees persifliert, sondern tatsächlich über eine motivierende Handlung verfügt, die clever mit zwei verschiedenen Perspektiven spielt und mich so neugierig auf das (glücklicherweise dann auch mit einem Knall endende) Finale gemacht hat wie kaum ein anderer Film in der letzten Zeit. Ja, es ist wahrhaftig ein Film, dessen treibende Kraft seine Story ist, was The Cabin in the Woods für mich schlussendlich auch unheimlich sehenswert macht!

Ok, ein gewisse Affinität für Horror-Filmchen sollte genau so vorhanden sein wie das Verlangen nach einer abgedrehten, augenzwinkernden Geschichte, da einem die Hütte im Wald sonst wahrscheinlich eher wie ein hirnloses Genre-Wirrwarr vorkommt. Über die endgültige Storyauflösung darf man sich von mir aus auch streiten. Ich fand sie perfekt pointiert, manch einer mag sich aber vielleicht an fehlenden Hintergrundinformationen bzw. zu gehaltlosen Erklärungen stören.

Lässt man sich jedoch darauf ein, entfaltet The Cabin in the Woods schnell eine große Sogwirkung mit hohem Unterhaltungswert. Sicherlich eine eigenwillige Genreinterpretation, die nicht jedem gefallen wird, mir jedoch lieber ist als der tausendste Standard-Schema F-Slasher-Aufguss. Außerdem hat es mich unheimlich gefreut Fran Kranz und Amy Acker wiederzusehen, die ich durch Dollhouse schätzen und lieben gelernt habe. Originell, witzig, selbstironisch und irgendwie total bescheuert. Ich fands kongenial und wurde, trotz meiner durchaus hohen Erwartungen, sogar noch positiv überrascht.

9/10 Tagebücher

 

Zuletzt gesehen "Abraham Lincoln: Vampirjäger (3D)"

Von MiXeR, am 18.02.2013 13:31



Wie wäre wohl die Schlacht von Gettysburg ausgeganen, wenn die Konföderierten damals die Unterstützung von Vampiren gehabt hätten? Noch nie drüber nachgedacht? Ich auch nicht, aber eben solche absurden Fragen klärt Abraham Lincoln: Vampirjäger. Und das auf höchst unterhaltsame Weise.

Zur Handlung muss ich hier ausnahmsweise kein Wort verlieren, da der Filmtitel bereits den gesamten Inhalt vorwegnimmt. So hangelt sich der Film lose an den wichtigsten Stationen aus Abraham Lincoln's tatsächlichem Leben entlang und versüßt die historischen Ereignisse mit einem ordentlichen Schuss Fantasy, genauer gesagt: Vampiren. Obwohl das im ersten Moment reichlich dämlich klingt, macht das Endprodukt doch tatsächlich richtig Laune.

Im Grunde genommen geht Abe's Vampirjagd dabei in eine ähnliche Richtung wie etwa Stephen Sommer's Van Helsing oder auch Anderson's Resident Evil - also strunzdumme, aber unheimlich kurzweilige Fantasy-Action. Der Unterschied ist jedoch, dass hier mit Timur Bekmambetov (Wanted) jemand auf dem Regiestuhl sitzt, der sein Handwerk versteht, die absurde Geschichte vom monsterschlachtenden US-Präsidenten vernünftig erzählt und in famose 3D-Bilder verpackt. Die rasante Abhandlung historischer Tatsachen und fiktiver Vampir-Action lässt dabei kaum Zeit zum Verschnaufen und verzaubert regelmäßig mit originellen Actioneinfällen, die, wie von Bekmambetov nicht anders gewohnt, meist in Zeitlupe ablaufen und spitzenmäßig durchchoreographiert sind. Die treibende Verfolgungsjagd inmitten bzw. auf den Rücken einer wilden Pferdeherde ist beispielsweise so ein Highlight. Vom spektakulären Finale will ich gar nicht erst reden. Auch wenn die Action nie die Genialität der Fabrikszene aus Wantederreicht, bietet das überzeichnete Fantasytreiben großen Unterhaltungswert. 

Interessant ist noch, dass sich der Film, trotzt comichafter Romanvorlage, überraschend ernst nimmt und tatsächlich eine runde Geschichte erzählt. Lächerlich wirkt er dabei glücklicherweise aber nie, sondern macht, ganz im Gegenteil, sogar eine außerordentlich coole Figur. Einzig die sehr sprunghafte Erzählweise - Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass da ganze Szenen fehlen. Sowohl in den storylastigen Passagen als auch den Actionsequenzen - fällt hier störend auf.

Ansonsten liefert Abraham Lincoln: Vampirjäger grandioses Fantasy-Amüsement vor unverbrauchter Kulisse. Schräg, optisch eindrucksvoll und einfach nur fetzig. Wenn Abraham Lincoln, mit nur einem Axthieb, Bäume (und später auch Vampire) förmlich zum Explodieren bringt und mir daraufhin Splitter (und später auch die ein oder anderen Körpferteile) genüsslich um die 3D-Brille fliegen, dann ist das schon ziemlich lässig und lässt mich gerne über die seichte Handlung und Drehbuchhüpfer hinwegsehen.

7/10 Reden von Gettysburg

 
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