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Der "zuletzt gesehen" Thread (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Der "zuletzt gesehen" Thread
#4878
MiXeR (Benutzer)
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Alias - Season 1




Starke Staffel einer wirklich gelungenen Serie. Die erste Staffelhälfte war schon gut, jedoch bestand noch keine übermäßig große Verbindung zwischen den Einzelfällen. Was J.J. Abrams in den letzten Episoden aber für ein Storynetz gefertigt hat ist unbeschreiblich. Wenn am Ende ganze 5 oder 6 Handlungsstränge zusammenlaufen und in einer verblüffenden Wendung nach der anderen enden, kann ich es einfach nur "Mindfuck" nennen. Ich kann mir nicht helfen, aber in meinen Augen macht Abrams einfach die besten Serien. "Alias" steht, nach der ersten Staffel, tatsächlich auf einer Stufe mit "Lost" und "Fringe". Bei diesen ist die Handlung vielleicht noch etwas "überraschender", da sie sich auf übernatürlichen Phänomene stützt und "Alias" dagegen dann doch etwas "fassbarer" daherkommt. Das Spannungslevel ist jedoch auf ähnlich hohem Niveau und sorgt in den finalen Folgen für Herzrasen, um einen in den letzten Sekunden dann endgültig K.O. zu schlagen.

Zwischen den ganzen Spannungshöhepunkten vergisst "Alias" aber nicht auch mal für simple, stressfreie Unterhaltung zu sorgen. So sind die Charaktere angenehm "menschlich" gezeichnet, was immer wieder zu überraschend witzigen und charmanten Momenten führt. Dabei sind die Figuren bis in die kleinste Nebenrolle grandios besetzt und tragen ihren Teil zum Gesamtwerk bei. So freue ich mich beispielsweise immer wieder wenn Marshall den Raum betritt und auf seine unsichere, aber dafür um so sympathischere Art und Weise die Ausrüstung vorstellt. Spektakuläre Gastauftritte, wie zum Beispiel Quentin Tarantino, setzen dem eh schon hervorragenden Cast dann noch das Sahnehäubchen auf.

Über die Inszenierung brauche ich bei einer J.J. Abrams Produktion eigentlich garkeine Worte mehr zu verlieren. Hier passt einfach alles. Handgemacht, harte Action, eine verhältnismäßig realistische Umsetzung und ein stimmiger Soundtrack - handwerklich einfach einwandfrei.


Season 1 ist sexy, clever, witzig, actionreich, dramatisch und immer wieder für eine Überraschung gut. Ich weiß wirklich nicht wie J.J. Abrams das immer hinbekommt, aber seine Serien sind nahezu perfekt und bieten Stories, die einem regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn treiben und die Hirnwindungen verknoten. Auch "Alias" ist da keine Ausnahme und besticht durch eine ausgearbeitete Handlung, gut aufgelegte Darsteller und einen sehr hohen Suchtfaktor, der nicht zuletzt den gemeinen Cliffhangern entspringt, die es am Ende jeder einzelnen (!) Episode zu bestaunen gibt. Wenn man auch nur annähernd etwas mit Agenten-Thrillern anfangen kann, muss man "Alias" schauen.

Da Season 2 tatsächlich noch besser sein soll, muss ich mir noch ein wenig Luft nach oben lassen. Aus diesem Grund und weil die Handlung erst ein paar Folgen braucht, um wirklich in Fahrt zu kommen bzw. sich zwischenzeitlich ein wenig auf der Stelle bewegt, ziehe ich einen Punkt ab und vergebe starke

9/10
 
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#4930
MiXeR (Benutzer)
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Der "zuletzt gesehen" Thread vor 7 Monaten, 1 Woche Karma: 9  
Hier noch mein Sherlock Holmes Review. Außerdem habe ich mittlerweile Alias - Season 2 beendet und bin nun schon bei Folge 7 der 3. Staffel: einfach eine starke Serie.


Sherlock Holmes


Zu allererst muss ich anmerken, dass ich zuvor noch nie mit "Sherlock Holmes" in Kontakt gekommen bin. Ich kenne weder die Romane, noch die Verfilmungen und Serien. Lediglich die Namen Holmes und Watson waren mir ein Begriff und ich wusste, dass er ein Detektiv ist, der sich mit unlösbar, häufig übernatürlich erscheinenden Fällen beschäftigt. Von daher war ich nicht "vorbelastet" und bin neutral an Guy Ritchies (Neu-)Interpretation herangegangen.

"Sherlock Holmes" beginnt zunächst etwas, ich nenne es mal "wirr". Da ich mich, wie gesagt, noch nie wirklich mit dieser Figur auseinandergesetzt habe, haben mich die vielen Charaktere und der schnelle Einstieg (Holmes und Watson befindet sich gerade mitten in einem Fall) ein wenig überfordert. Ungefähr eine halbe Stunde hat es gedauert, bis ich die ersten Eindrücke "verdaut" hatte. Danach funktionierte der Film jedoch immer besser und hat mir unterhaltsame 128 Minuten beschert.

Guy Ritchies Holmes ist rasant, clever, actionreich und humorvoll. Eigentlich ist er damit genau das Gegenteil von dem, was ich mir unter der Figur des Sherlock Holmes immer vorgestellt habe. Überrascht hat mich jedoch, dass der "neue" Holmes damit anscheinend weitaus mehr mit der original Romanfigur gemeinsam hat, als der Inverness-Mantel und Jagdkappe tragende Holmes, den man aus den alten Filmen kennt. In Conan Doyles Romanen hat er diese anscheinend nämlich nie getragen und hat sich, genau so wie im Film, gerne geprügelt und gepöbelt.

Daher gibt es auch allerlei, gelungen inszenierter, Actionszenen. Besonders gut gefallen haben mir hier die Schlägereien, in denen Holmes zunächst, in einer kurzen "Zeitlupenvorschau", erläutert auf welche Art und Weise er seine Gegner aus dem Weg räumen wird. Das sieht nicht nur super aus, sondern verdeutlicht auch Holmes unheimlich gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Aber nicht nur die Action konnte mich begeistern, auch die Kamera, der Soundtrack (mal wieder von Hans Zimmer) und vor allem die Optik können überzeugen. Guy Ritchie hat ein rundum gelungenes, detailreiches und glaubwürdiges London des 19. Jahrhunderts geschaffen. An der handwerklichen Umsetzung gibt es wirklich nichts zu beanstanden.

Highlight sind aber ganz klar Robert Downey Jr. und Jude Law. Diese harmonieren wunderbar und spielen ihre Rollen mit Bravour. Der Golden Globe für Downey Jr. ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Für mehr Witz, Charme und Sympathie kann eigentlich nur ein Captain Jack Sparrow sorgen.
Mark Strong hat zudem einen hervorragenden Bösewicht abgegeben.

Zu guter letzt noch ein paar Worte zur Handlung. Diese fand ich überaus gelungen. Im Vorfeld habe ich häufig etwas von einer "schlechten Story" gelesen, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ja, sie ist zu Beginn ein wenig verwirrend und im weiteren Verlauf etwas konstruiert, aber es ist ja auch Holmes. Dem kann man keinen handelsüblichen Kriminalfall vorsetzen. Ich habe die Handlung jedenfalls zu jeder Minute mit Spannung verfolgt und wollte wissen wie es weitergeht, wer noch damit zu tun hat und was das ganze schlussendlich sollte. Das Finale war dann sogar überraschend spektakulär und der Plot wurde gekonnt aufgelöst. Zudem gab es noch einen kleinen Cliffhanger, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Bis auf den etwas wirren Anfang, ein paar vereinzelte (aber nur sehr kurze) Durchhänger und die konstruierte Story habe ich an diesem Action-Krimi nichts auszusetzen. Schauspieler, Action, Dialoge und Inszenierung haben mir von Anfang bis Ende gefallen. "Sherlock Holmes 2" kann kommen.

8/10 Punkte




Alias - Season 2


Season 2 schafft es doch tatsächlich die schon nahezu perfekte erste Staffel in fast jeder Hinsicht zu übertreffen. Wie das geht? Eigentlich ist es ganz einfach: weniger zusammenhangslose Einzelfälle, eine straffere, mit vielen (und damit meine ich nicht "einige", sondern wirklich "viele" ) Wendungen gespickte Handlung, überraschende Charakterentwicklungen, gute neue Darsteller und eine noch bessere, fast schon Blockbuster-würdige, Inszenierung.

Aber alles der Reihe nach:
Bestand die Story in Season 1 noch zu zwei Drittel aus, mehr oder weniger, zusammenhangslosen CIA-Fällen, welche sich erst im weiteren Verlauf zu einem dickeren roten Faden bündelten, legt die Handlung in dieser Staffel von Anfang an ein sehr hohes Tempo vor. Gleich mehrmals werden einem die überraschenden Twists um die Ohren gehauen. Immer wenn man meint "Jetzt ist es vorbei!" dreht sich der Plot um 180°. Die letzten 60 Sekunden der Staffel sorgen schließlich für den ultimativen Cliffhanger-Roundhouse-Kick, nach dem ich einfach laut loslachen musste. Serienübergreifend sicherlich eins der besten Staffelfinale, das eigentlich nur von einer einzigen TV-Produktion, nämlich Abrams Mindfuck-Maschine-#2 "Lost", übertroffen werden kann.

Wenn ich an dieser Staffel überhaupt etwas auszusetzen habe, dann ist es die Tatsache, dass es durch die gehaltvolle Handlung kaum mehr zu den, oben schon erwähnten, Einzelfällen kommt. Diese kurzweiligen und, durch die spaßigen Gadgets und Verkleidungen, überaus unterhaltsamen Einsätze habe ich geliebt. Leider fehlen sie nun fast vollständig beziehungsweise wurden durch "ernstere" Fälle ersetzt. Finde ich persönlich ein wenig schade. Dafür gibt es jetzt aber eine überaus spannende und umfangreiche Story. Von daher kann ich über diesen "Kritikpunkt" hinwegsehen.

Weiter ist mir das anscheinend deutlich höhere Budget aufgefallen. Im Vergleich zur ersten Staffel sind die Schauplätze nämlich noch exotischer, es gibt mehr Action, diesmal auch mit allerlei schweren Schusswaffen, Verfolgungsjagten, große Explosionen und hübschere Effekte. Somit gibt es an der Inszenierung rein garnichts mehr zu kritisieren. Nur ganz selten erkennt man an vereinzelten CGI-Effekten, dass man es hier immernoch mit einer TV-Produktion zu tun hat.

Auch die Anzahl an Cameos hat zugenommen. War es in Season 1 "nur" Quentin Tarantino, haben nun gleich mehrere bekannte Schauspieler (Christian Slater, Ethan Hawke, David Carradine) einen gelungenen Gastauftritt. Zudem wurde auch der Hauptcast durch einige neue (oder auch alte, die nun aber größere Rollen spielen) Gesichter ergänzt.


Eigentlich kann ich an dieser Stelle einfach mein Fazit zur ersten Season kopieren, nur dass ich die dort verwendeten Adjektive ein mal steigern muss. Den Superlativ spare ich mir jedoch noch auf - vielleicht wird Season 3 ja noch besser.
Also: "Alias - Staffel 2" setzt, im Vergleich zur ersten, fast überall noch einen drauf. Sie ist noch intelligenter, actionreicher, mitreißender und nahezu perfekt in Szene gesetzt. Hier gibt es wirklich nichts zu meckern und wenn, dann nur auf einem sehr hohen Niveau.

10/10 Punkte
 
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#4970
MiXeR (Benutzer)
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Alias - Season 3


Ich kann es kaum glauben: schon wieder eine von Anfang bis Ende perfekte Season.
Das Niveau war sogar so hoch, dass sich #3 zu meiner Lieblingsstaffel gemausert hat.

Die "Serien-Optik" wurde nun vollständig abgelegt und durch eine Inszenierung ersetzt, die es mit nahezu jedem Blockbuster aufnehmen kann. Die Action ist hart, glaubwürdig und imposant in Szene gesetzt, der ein oder andere Farbfilter sorgt für Filmflair und es wird noch häufiger mit grandioser Musikuntermalung gespielt. Es gab einige Szenen, welche so gut waren, dass ich mir sie gleich ein zweites Mal angeschaut habe und die eindeutig in meine "Best of Serienmomente" eingehen werden.

Auch die, ohne zu viel verraten zu wollen, "Umstrukturierungen" zu Beginn der Staffel haben mir, nach einer kleinen Gewöhnungsphase, wunderbar gefallen und zu den, meiner Meinung nach, spannendsten Handlungssträngen geführt, die "Alias" bis jetzt zu bieten hatte. Nicht selten habe ich mich bei den zahlreichen Wendungen und der, im Wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubend dichten Atmosphäre ins Sofa gedrückt und Stoßgebete ausgesprochen, wie ich es sonst nur bei Horrorfilmen mache (sowas wie "Oh Gott! NEIN! Gehe da nicht rein! Er weiß, dass du kommst!!" ). Eine kleine Priese Übernatürlichkeit steigert das Spannungslevel zusätzlich. Das Staffelfinale war, wie immer, grandios und auf einen gemeinen Cliffhanger braucht man natürlich auch nicht zu verzichten. Nett finde ich übrigens die Tatsache, dass es am Ende jeder Season zu einem blutigen "Bitch Fight" kommt.

Ich bin mal wieder begeistert. An den grandiosen schauspielerischen Leistungen hat sich nichts geändert, die Handlung wird immer mysteriöser, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren, und die Inszenierung wurde perfektioniert. Für mich ist Season 3 damit nicht nur die beste von "Alias", sondern gleich serienübergreifend eine der besten Staffeln, die ich kenne.

10/10 Punkte
 
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#4983
marciejohnson (Benutzer)
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____ Zeiten Ändern Dich _____
hab ich mir am Sonntag reingezogen ...
Der gute Bushido präsentiert seinen Aufstieg
von Ghettokid zu Megastar.
Und das ganz ohne Edelmetall Handel, nur mit Musik.
Also irgendwie bin ich geteilter Meinung..
Ich kenne Bushidos Musik schon seit er seine ersten Tapes released hat.. habe seine Karriere die ohne Frage
erstaunlich ist ein wenig verfolgt daher find ichs
unterhaltsam das jetzt ma als Film zu sehen.

Grundsätzlich ist der Film ganz gut gemacht,
d.h. die Qualität der Bilder, Kameraführung etc.
ist alles ziemlich professionell.

Ganz schlecht find ich Bushido als Erzählstimme.
Er versucht so hochdeutsch wie möglich zu sprechen und das
kommt irgendwie ganz komisch rüber.

Moritz Bleibtreu spielt seine Rolle natürlich echt gut, ist ja auch ein guter Schauspieler. Aber er passt da irgendwie einfach nich rein find ich.

Die Schlussszene vorm Brandenburger Tor ist höchst emotional und hat mich auch ein wenig mitgerissen

Alles in allem sehenswert!
aber nicht zu ernst nehmen die sache
 
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#5004
Master.Of.Disaster (Benutzer)
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http://gameone.de/blog/2010/2/kopfkino-zeiten-aendern-dich

Hier haben sich Etienne (Musikgeschmack: HipHop) und Wolf (Musikgeschmack: Metal) auch zu dem Film von Bushido zu Wort gemeldet.

Der Tenor von beiden ist erstaunlicherweise so ziemlich der selbe.
 
 
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste,
zweitens durch Nachahmung, das ist der Leichteste und
drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.
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#5097
MiXeR (Benutzer)
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Alias - Season 4


Nummer 4 ist eindeutig die schwächste Season von "Alias". Wobei "schwach" hier nicht "schlecht" bedeutet. Sie kann, vor allem in Bezug auf die Handlung, aber einfach nicht mit den vorigen, grandiosen Staffeln mithalten.

Staffel 4 darf man durchaus als "Füllstaffel" bezeichnen. Man kann sogar sagen, dass sich die Erzählstruktur in gewisser Weise zurückentwickelt. So gibt es fast ausschließlich zusammenhangslose Einzelfälle zu bestaunen, welche an sich zwar sehenswert und unterhaltsam sind, jedoch nie das Niveau der "CIA-Fall of the Week" Episoden der ersten Season erreichen und kaum oder teilweise sogar garnichts zur staffelübergreifenden Handlung beitragen. Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass die meisten Folgen belanglos sind, was ich ihnen nicht mal verübeln kann. Es kommt einem einfach so vor, als ob man das Ganze schon mal gesehen hat, was nicht zuletzt an der neuen, alten Personenkonstellation liegt, die in den ersten Folgen eingeführt wird.

Trotzdem kann, wie oben schon erwähnt, jede Folge für sich genommen gut unterhalten, sodass keine Langeweile aufkommt. Auch wenn die Handlung nur sehr, sehr langsam voranschreitet. Die Auflösung des Staffel 3-Cliffhangers fand ich zudem enttäuschend. Dafür weiß die postapokalyptische Atmosphäre der letzten Episoden durchaus zu gefallen, auch wenn es dadurch schon mal an Glaubwürdigkeit mangelt - wobei "Alias" natürlich nie wirklich "realistisch" war, aber sehr wohl durchdacht, nachvollziehbar und immer glaubwürdig in Szene gesetzt. Die verblüffenden letzten 30 Sekunden der Staffel lassen mich diese Kritikpunkte jedoch fast wieder vergessen und machen Lust auf Season 5.


"Alias - Season 4" ist bei weitem nicht perfekt. Durch ihre "Zurück zu den Wurzeln"-Mentalität kommt es zu einigen Gemeinsamkeiten mit der ersten Staffel, was nicht unbedingt schlecht ist, die Folgen aber alle "angestaubt" wirken lässt. Zudem dauert es viel zu lang, bis die Handlung der vorigen Staffeln wieder aufgegriffen wird. Wenn dies dann aber endlich passiert, gibt es eine gesunde Portion Überraschungen und ein gewohnt gelungenes, wenn auch verhältnismäßig "unrealistisches", Finale. Eine Hand voll grandioser Einzelfälle (Stichwort: Marshall's Einsatz oder Jack's Krankheit) und der gelungene Schluss machen auch diese Season sehenswert, wobei das hohe Niveau der vorigen Staffeln leider nicht ganz erreicht wird.

7/10 Punkte



Die fast vergessene Welt


Erwartet habe ich eine kinderfreundliche Abenteuer-Komödie, bekommen habe ich jedoch einen waschechten "Will Ferrell". Das heißt: Die Story ist bescheuert - kurz zusammengefasst: Wissenschaftler (Will Ferrell) baut eine Maschine, mit der er das Tor in eine Paralleldimension öffnet. Dort angekommen verliert er das Gerät und damit den Rückfahrschein in unsere Realität. Um es wiederzubekommen muss er sich nun mit allerlei bösen Lebensformen rumschlagen - der Humor primitiv und die Charaktere simpel gestrickt. Trotzdem funktioniert diese Komödie hervorragend. Die bunten und handgemachten Sets wechseln im Minutentakt und sorgen, zusammen mit einigen abgefahrenen Einfällen, für ein extrem hohes Tempo, das keine Langeweile aufkommen lässt. Zudem zünden die, nicht selten unter die Gürtellinie schlagenden, Gags überraschend häufig. In der ersten Stunde gab es Momente, in denen ich Tränen gelacht habe.

Die bescheidene Handlung und die Tatsache, dass die Anzahl der witzigen Szenen in der letzten halben Stunde merklich abnimmt, trüben den Spaß ein wenig. Auch die CGI-Effekte sind nicht immer perfekt.

Ansonsten bin ich aber überaus positiv überrascht. Habe etwas ganz anderes und vor allem schlechteres erwartet. Die flotte Erzählweise, viele schräge Ideen und Charaktere, sowie der typische Ferrell-Humor sorgen jedoch für großartige, anspruchslose Unterhaltung.

7/10 Punkte




Den müssen wir uns echt nochmal zusammen anschauen. Einige Szenen waren wirklich hammer.
 
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#5208
MiXeR (Benutzer)
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Alias - Season 5


Ich bin durch.

Season 5 ist ein würdiger Abschluss einer grandiosen Serie, die in die Top 5 meiner liebsten TV-Produktionen eingegangen ist. Da es sich hier um das Serienfinale handelt, möchte ich diesmal garnicht allzu viele Worte verlieren, um nicht ausversehen noch etwas zu verraten. Ich kann nur sagen, dass mich diese Staffel, im Vergleich zur etwas schwächeren Vierten, wieder von Anfang an gepackt hat. Sie bietet in nahezu jeder Folge, mal mehr, mal weniger, überraschende Wendungen, ein extrem hohes Spannungslevel und ein Staffel- bzw. Serienfinale, das sich gewaschen hat - Die letzt Episode ist einfach der Wahnsinn. Schön finde ich auch, dass nahezu alle bekannten Gesichter in dieser Staffel nochmal eine Auftritt haben.

Was mich nicht hundertprozentig überzeugt hat sind einige der zu Beginn vorgenommenen "Änderungen" und die neu eingeführten Charaktere. Gerade letztere tragen fast garnichts zur eigentlichen Handlung bei. Dies bedeutet aber nicht, dass ich die neuen Charaktere nicht lieb gewonnen hätte. Sie sind nur nicht ganz so "wichtig" - manch einen hätte man sogar komplett weglassen können.

So erreicht Season 5 nicht ganz das Niveau der ersten drei Staffeln, bietet aber trotzdem ein rundum gelungenes und befriedigendes Ende.

8/10 Punkte


Zu guter letzt noch ein kurzes, zusammenfassendes Fazit zur kompletten Serie:
"Alias" ist wunderbar. Jeder, der etwas mit dem Genre (Agenten-Thriller) anfangen kann, darf sich diese Serie einfach nicht entgehen lassen. Sie ist von Anfang bis Ende spannend, mitreißend und unterhaltsam. Zudem sorgen James Bond-würdige Einsätze und eine Prise Mystery für zusätzlichen Spaß. Die Schauspieler sind durch die Bank weg super und in jeder Sekunde spürt man den Einfluss von Schöpfer und Produzent J.J. Abrams. Das heißt: die Action ist hart und handgemacht, Handlung und Charaktere sind glaubwürdig, die Inszenierung einwandfrei und unzählige Twists hauen einen regelmäßig aus den Socken. Außerdem wird man hier und da sogar Parallelen zu anderen Abrams-Produktionen, wie "Lost" oder "Fringe", entdecken können. Diese reicht von ähnlich gestricken Figuren (Benjamin - Sloane), über die ebenfalls vorhandenen Mystery-Elemente, bis hin zur aus "Lost" bekannten "Spannungsmusik".

"Alias" bekommt von mir das Prädikat: Besonders wertvoll. Unbedingt ansehen.
 
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#5214
MiXeR (Benutzer)
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Halo Legends


Alle 8 Kurzfilme haben durchaus ihren Reiz und es gab keinen, den ich wirklich "schlecht" fand. Natürlich gibt es bei einer solchen Zusammenstellung immer Episoden, die einem besser gefallen, als andere. Mal abgesehen vom Inhalt, der eigentlich durch die Bank weg gelungen ist, sind es hier wahrscheinlich die extrem unterschiedlichen Zeichenstile, welche die Meinungen auseinandergehen lassen. Eine positive Grundhaltung gegenüber Halo und Animes sollte man jedoch schon besitzen. Ansonsten wird man mit "Legends" sicherlich keinen Spaß haben. Außerdem sollte klar sein, dass es sich hier um ein Projekt handelt, bei dem verschiedenen Anime-Künstlern die Möglichkeit gegeben wurde ein wenig mit dem Halo Universum zu "spielen". Man sollte also nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und die Kurzfilme zerfleischen, weil die Größenverhältnisse zwischen Grunts und Eliten nicht stimmen oder der Anzug des Master Chiefs im Spiel einen anderen Grünton hat. Vielmehr handelt es sich hier um eine gut gemeinte und zum Großteil auch gut umgesetzte (Neu)Interpretation verschiedener Geschichten des Halo Universums.
Es folgen ein paar kurze, subjektive Einschätzungen über die einzelnen Episoden:

E01: Origins I
Sowohl die detaillierten Zeichnungen, als auch der Inhalt (Geschichte der Blutsväter) haben mir sehr gut gefallen. Ob es sich in Bungies heiliger Halo Bibel tatsächlich so zugetragen hat sei mal dahingestellt. Insgesamt ist es aber eine stimmige Episode, welche den Geist von Halo einzufangen weiß.
Wertung: Sehr gut

E02: Origins II
In der Fortsetzung wird, unter Verwendung eines anderen Zeichenstils, die Geschichte der Menschheit und der Kampf gegen Allianz und Flood ein wenig näher beleuchtet. Mindestens genau so hübsch wie "Origins I" und inhaltlich ebenso gelungen.
Wertung: Sehr gut

E03: Duell
Ich gehe davon aus, dass dieser Kurzfilm den wenigsten gefallen wird. Dies wird vor allem an der sehr gewöhnungsbedürftigen Optik liegen. Die Zeichnungen sind eingentlich sogar sehr schön und detailreich, wurden aber mit einem heftigen "Ölgemälde"-Filter verfremdet. Schade. Ein bisschen weniger davon und es wäre, zusammen mit der interessanten, wenn auch etwas lahmen, Handlung, welche einem die Kultur der Eliten ein wenig näher bringt, eine sehenswerte Episode geworden.
Wertung: Befriedigend

E04: Homecoming
Die Story ging in Ordnung, die Animationen leider nicht. Die reichlich vorhandene Action war steif, die Zeichnungen verhältnismäßig detailarm. Hat mir nicht wirklich gemundet. Diese Handlung mit der Optik von "Prototype" oder "The Babysitter" und es hätte mir schon besser gefallen.
Wertung: Befriedigend

E05: Odd one Out
Schräger Kurzfilm vom Dragonball Z-Team. Mit Halo hat diese Episode, bis auf den Chief und Cortana, eigentlich nichts zu tun, trotzdem war sie unheimlich unterhaltsam. Man könnte sie schon fast als eine Art Halo-Parodie bezeichnen. Spartan 1337 ist einfach grandios. Die Zeichnungen sind kunterbund, die Animationen wunderschön und es gibt einiges zu lachen. Hat mir gefallen.
Wertung: Gut

E06: Prototype
Einer meiner Lieblingskurzfilme. Endlich gibt es Halo-würdige Action zu sehen. Das Design des namensgebenden Prototyps ist Geschmacksache, aber die Message ("Be human!" ) ist gelungen, die Animationen sind wunderbar und die Atmosphäre ist stimmig.
Wertung: Sehr gut

E07: The Babysitter
Sowohl inhaltlich, als auch optisch überzeugend. Vielleicht sogar der beste Kurzfilm der Sammlung. Es gibt einen Spartaner in Aktion zu bestaunen, Spannung und sogar dramatische Momente. Davon hätte ich gerne mehr gesehen.
Wertung: Sehr gut

E08: The Package
Die einzige vollständig am Computer animierte Episode. Sieht auf den ersten Blick gut aus, bietet auf den zweiten aber nicht so viele Details wie die mit der Hand gezeichneten Folgen. Die an sich gute Handlung passt leider nicht in die kurze Laufzeit und wirkt ein wenig "hakelig". Die reichlich vorhandene Action ist zudem etwas abgedroschen und beschränkt sich auf "Wir laufen durch nen Gang und schießen in die Luft". Eine Spieldauer von rund 30 Minuten und ein wenig mehr Feinschliff und es wäre richtig gut geworden. So schaue ich mir lieber nochmal Haloid an.
Wertung: Befriedigend


Insgesamt bietet "Halo Legends" eine schöne Auswahl an Kurzfilmchen, welche mal mehr, mal weniger, zum Halo Universum beitragen und für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Kann sich jeder Halo-Liebhaber ohne Bedenken anschauen, vorausgesetzt man beachtet meine oben erwähnten Hinweise (man sollte etwas mit Animes anfangen können und nicht jede Episode wirklich ernst nehmen).
 
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Caboose (Benutzer)
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Muss ich mir auch mal angucken kommen!
 
 
Aug´ um Aug´ und die ganze Welt wird blind

„Früher war manches besser, manches schlechter, vieles gleich und das meiste subjektiv."

Evolution of man
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Caboose schrieb:
Muss ich mir auch mal angucken kommen! :D


Ich auch!
Ich mag Animes, und mit Halo kann ich ja auch was anfangen
 
 
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste,
zweitens durch Nachahmung, das ist der Leichteste und
drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.
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MiXeR (Benutzer)
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Outlander


Kein Erfolg an den US Kinokassen, fast ausschließlich negative Reviews von der Fachpresse - "Zu Unrecht!" schreit der MiXeR und wird versuchen seinen Standpunkt in den folgenden Zeilen zu rechtfertigen.

Wir schreiben das Jahr 700 nach Christi Geburt. Irgendwo in Norwegen stürzt ein Raumschiff ab. Aus dem Wrack befreit sich der Außerirdische Kainan (Jim Caviezel), welcher einem Menschen, trotz seiner fernen Heimat, überraschend ähnlich sieht... Was der gute Sternenkrieger zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: er hatte einen blinden Passagier an Bord. Ein mehrere Meter großes Biest, das von nun an die dort lebenden Wikinger dezimiert. Diesen bleibt nichts anderes übrig als sich mit dem "Ausländer" zusammen zu tun, um den bösartigen "Drachen" zu besiegen.

Ja, auf dem Papier würde die konfuse Handlung keinen Blumentopf gewinnen, im Film funktioniert sie jedoch hervorragend. Dabei vermischt "Outlander" gekonnt Wikinger-Epos mit Sci-Fi-Film, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf ersterem liegt. So bekommt man vor allem behaarte Männer und blankes Metall zu sehen, das nicht selten auf menschliche (oder eben außerirdische) Körper prallt und selbige hier und da sogar zerteilt. Das Sci-Fi-Genre sorgt dagegen lediglich für eine Rahmenhandlung, die das im Dunkeln lustig leuchtende Killeralien erklärt.

Dieses ist übrigens erstaunlich hübsch anzusehen, wenn man das verhältnismäßig geringe Budget von 45 Millionen Dollar bedenkt. Nicht jede Animation ist perfekt, aber die meiste Zeit über fügt sich das am Computer enstandene Monster wunderbar in die reale Umgebung ein. Überhaupt besitzt der Film einen sehr hohen Schauwert. Da wären zunächst die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, gefolgt von detaillierten Kulissen, sowie schönen Kostüme und zu guter letzt die schon erwähnten, gelungenen, wenn auch nicht immer perfekten, (CGI-)Effekte.

Dass während der stattlichen Laufzeit von rund 2 Stunden keine Langeweile aufkommt verdankt "Outlander" seiner geradlinigen und flotten Erzählweise. Anspruchslose Dialoge und vereinzelte Anflüge von Dramatik wechseln sich immer wieder mit brachialen Actionszenen ab. So gibt es, trotz dünner Handlung und einsilbiger Dialoge der Protagonisten, so gut wie keine Durchhänger. Dabei nimmt sich der Film immer ernst genug, um ein glaubwürdiges Bild seiner Wikinger-Welt zu erschaffen, verzichtet aber trotzdem nicht darauf die teils hanebüchene Story im richtigen Moment augenzwinkernd abzuhandeln. Lediglich das Finale ufert ein wenig aus, wodurch der B-Movie-Einfluss dort zwischenzeitlich die Oberhand gewinnen kann.


"Outlander" bietet, meiner Meinung nach, perfekte Action-Abenteuer-Unterhaltung für echte Männer. Es werden Schwerter und Kriegshämmer geschwungen, holde Maiden gerettet, Liter an Blut verloren und nebenbei ein genreuntypisches, aber dennoch passendes Monster bekämpft. Zudem sind die Darsteller gut aufgelegt, der Soundtrack ist treibend und die Inszenierung gelungen. Über sinnfreie Dialoge und die "überschaubare" Handlung, welche im Finale dann vielleicht doch ein wenig zu dick aufträgt, sehe ich dabei gerne hinweg. Ich hatte meinen Spaß und werde mir dieses kleine Genrehighlight sicherlich noch ein zweites, vielleicht sogar drittes Mal ansehen.

8/10 wütende Wikinger
 
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FlashForward - Season 1, Part One (Folgen 01 - 10)


Die gesamte Weltbevölkerung verliert gleichzeitig, für genau 137 Sekunden, das Bewusstsein. Währenddessen sehen sie ihre eigene Zukunft. FBI Agent Mark Benford und sein Team versuchen den mysteriösen Zwischenfall, der den ganzen Planeten in Panik versetzt hat, aufzuklären ...


FlashForward ist mein neuer Stern am Serienhimmel. Ähnlich wie bei LOST werden hier Mystery, Drama, Sci-Fi und Thriller gekonnt miteinander vereint. Gerade der zu Beginn hohe Mystery-Anteil sorgt für reichlich Spannung und LOSTastische "Wieso? Weshalb? Warum?"-Momente, inkl. packender Wendungen. Bei LOST gibt es Rückblicke, bei FlashForward die namensgebenden Sprünge in die Zukunft, welche die einzelnen Personen während ihrer Blackouts gesehen haben. Diese Erzählweise trägt viel zum hohen Spannungslevel bei, denn nicht nur die Charaktere, sondern auch die Zuschauer werden dadurch mit allerlei Fragen konfrontiert: Wird es genau so kommen, wie in den Flashforwards? Kann man die Zukunft ändern? Oder ist alles vorherbestimmt?

Zwischenzeitlich verlagert sich der Schwerpunkt der Handlung vom Blackout auf die Einzelschicksale verschiedener Personen. Die Hauptstory verliert hier leider etwas an Wichtigkeit und bewegt sich über 2 oder 3 Episoden hinweg auf der Stelle. Zum Glück fängt sich die Serie in den letzten Folgen wieder und überrascht mit einigen feinen Wendungen, welche das Staffelhalbfinale schlussendlich mit einem fiesen, aber Lust auf mehr machenden, Cliffhanger enden lassen.

An der Inszenierung und den Schauspielern gibt es ebenfalls kaum etwas zu kritisieren.
Dass die Darsteller zu Beginn noch etwas blass wirken, liegt dabei nicht unbedingt an ihren Leistungen, sondern an den zunächst eindimensionalen Figuren. Recht schnell lernt man jedoch ihre Stärken und Schwächen kennen. Nachdem dies geschehen ist dürfen die, aus Film und Fernsehen bekannten, Darsteller dann auch mal richtig schauspielern - was sie überzeugend tun.

Aufwändige Sets und, gerade für eine Serie, gelungene Effekte sorgen für eine hübsche Optik. Regie, Schnitt und Kamera gehen in Ordnung, bieten aber nichts, was man in anderen Serien nicht schon besser gesehen hätte.


Insgesamt bin ich von FlashForward sehr angetan. Die Handlung ist die meiste Zeit über sehr spannend und mitreißend, die Charaktere sind interessant und die schauspielerischen Leistungen, sowie Inszenierung können sich sehen lassen.
Mal sehen wie sich die Serie in der zweiten Staffelhälfte weiterentwickelt. Eventuell haben wir es hier tatsächlich mit einem würdigen LOST-Nachfolger zu tun. Ganz so perfekt wie die J.J. Abrams-Produktion ist Part One der ersten Season jedenfalls noch nicht, aber das könnte durchaus noch werden.

Für die ersten 10 Episoden gibts 8/10 Punkte.
 
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#5413
MiXeR (Benutzer)
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graph
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Der "zuletzt gesehen" Thread vor 6 Monaten Karma: 9  
Cloudy With a Chance of Meatballs


"Cloudy With a Chance of Meatballs" ist ein, im wahrsten Sinne des Wortes, köstlicher, unheimlich erfrischender und kurzweiliger Animationsspaß, der mit den Genrekonkurrenten des Jahres 2009 ("Ice Age 3", "9", "Monsters vs. Aliens", ...) den Boden aufwischt. Ja, in meinen Augen ist er sogar besser als Pixars "Oben".

Das liegt vor allem an der unverbrauchten Geschichte:
Ein Hobby-Wissenschaftler baut eine Maschine, die Wasser in Essen verwandelt. Klingt simpel, ist, im Gegensatz zu den typischen Sprechende-Tiere-Stories, aber angenehm unverbraucht und herrlich abgedreht. Neben den vielen skurrilen Einfällen (wie Burgerregen oder Spaghettitornados) sind es es aber die liebenswürdigen Figuren, welche für Lachsalven am laufenden Band sorgen. Gesprochen von bekannten (Comedy)Darstellern, wie Bill Hader, Andy Samberg, Anna Faris oder Neil Patrick Harris als Affe Steve, überzeugen die Charaktere bis in die kleinste Nebenrolle. Wenn beispielsweise Mr. T als überengagierter Polizist Earl durchs Bild springt und einen Spruch nach dem anderen raushaut bleibt kein Auge trocken - Großartig!

Dabei bietet der harmlose, aber zu keiner Zeit kindische, Humor sogar genügend Inhalt und Wortwitz, um auch das ältere Semester begeistern zu können.

Heimlicher Star des Films sind jedoch die Animationen an sich. Gerade auf Blu-ray kommt das kunterbunte Effektgewitter wunderbar zur Geltung. Viele rasante Actionszenen, liebevoll gestaltete Figuren und phantasievolle, sowie detaillierte Umgebungen lassen nie Langeweile aufkommen. "Cloudy With a Chance of Meatballs" ist einfach ein Genuss für Augen und Ohren. Der satt abgemischte Sound und die blockbuster-würdige Musik lassen nämlich auch unser Hörorgan vor Freude Purzelbäume schlagen.


Für mich ist "Cloudy With a Chance of Meatballs" DER Animationsfilm des Jahres 2009.
Gegen diese ideenreiche Action-Komödie ist "Oben" die reinste Schlaftablette. Zwar können fliegende Fleischbällchen in Bezug auf die inhaltliche Tiefe nicht mit Pixar-Produktionen mithalten, aber das müssen sie auch garnicht. Einen so frischen, unterhaltsamen, sympathischen und vor allem zum Schreien komischen Animationsfilm habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Ich würde sogar behaupten, dass selbst Animationsfilm-Muffel reichlich Spaß haben werden.

9/10 Killergummibärchen



Folgende Szene zeigt recht gut den Humor und die "Bildgewalt" des Films:
http://www.youtube.com/watch?v=W3RM5hHfvFA

"Steve! STEEEVEE!" Ich liebe den Affen!
 
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#5425
Roque (Admin)
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graphgraph
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Der "zuletzt gesehen" Thread vor 5 Monaten, 4 Wochen Karma: 7  
Jerry Cotton

2 von 10 Punkten, totaler Scheiß!
 
 
Ich kann mir alles leisten.
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#5426
Master.Of.Disaster (Benutzer)
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Beiträge: 1586
graphgraph
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Der vor 5 Monaten, 4 Wochen Karma: 4  
Roque schrieb:
Jerry Cotton

2 von 10 Punkten, totaler Scheiß!


Die wahrscheinlich längste Review der Welt xD
 
 
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste,
zweitens durch Nachahmung, das ist der Leichteste und
drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.
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